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Kein Fahrplan und keine Taktung: Zillenfahrten sind gebuchte Charterfahrten, keine Linie und keine Fähre. Publiziert sind nur Saisonfenster, Buchungszeiten und einzelne öffentlich ausgeschriebene Termine. In der Wachau sind Charterfahrten von Ende März bis Ende Oktober möglich, im oberen Donautal von Mai bis September, dort montags bis samstags zwischen 09:00 und 18:30 Uhr und nur bei Schönwetter. Stand: 15. September 2026. · Abfahrten nach Taktfrequenz — genaue Zeiten beim Betreiber.

Abfahrten 110 / 10
Abfahrten 110 / 10
Fahrzeit
~150 min
Betreiber
Kein Linienbetrieb – Zillenfahrten bieten einzelne Zillenfahrerinnen und Zillenfahrer an: Ahoi Wachau und Hartl (Spitz), Wachau-Zille der Heurigen Mang GmbH (Weißenkirchen), Zillenvermietung Freizell (Hofkirchen im Mühlkreis)

Karte – Zillenfahrten auf der Donau

ReisendePreis
Ahoi Wachau, Zille & Wein ab Spitz: pro Person ab 8 Personen60 EUR
Ahoi Wachau, Zille & Wein ab Spitz: pro Person ab 6 Personen70 EUR
Ahoi Wachau, Zille & Wein ab Spitz: pro Person ab 4 Personen80 EUR
Hartl, Zillentour Spitz–Dürnstein–Spitz: Pauschale pro Zille für bis zu 5 Fahrgäste350 EUR
Hartl: Zuschlag je weiterem Fahrgast über 5 Personen (max. 9 pro Zille)50 EUR
Zillenvermietung Freizell, Hofkirchen im Mühlkreis: pro Stunde und pro Boot inklusive Kapitän132 EUR

Zillenfahrten werden sehr unterschiedlich verrechnet, und das ist beim Vergleich der wichtigste Punkt. Ahoi Wachau in Spitz rechnet pro Person und staffelt nach Gruppengrösse: ab vier Personen € 80, ab sechs Personen € 70, ab acht Personen € 60 pro Kopf, gekühltes Mineralwasser inklusive, bezahlt wird nach der Tour. Hartl in Spitz und die Zillenvermietung Freizell rechnen dagegen pauschal pro Zille – dort ist der ausgewiesene Betrag der Preis für das ganze Boot, nicht für eine Person, und er ist hier bewusst nicht als Einstiegspreis markiert. Bei der Wachau-Zille der Heurigen Mang GmbH in Weißenkirchen sind im Preis ein Wachauer Laberl pro Person enthalten und Weine zu Ab-Hof-Preisen erhältlich; einen Tarif publiziert dieser Betrieb nicht, er ist telefonisch zu erfragen. Zuschläge fallen bei der Wachau-Zille an, wenn statt in Weißenkirchen in Krems, Dürnstein oder Spitz eingestiegen wird.

Die Zille ist das alte Arbeitsboot der Donau: flachgebaut, aus Holz, ohne Kiel, gebaut für einen Strom mit Sandbänken und wechselndem Wasserstand. Als Transportmittel ist sie längst abgelöst, als Ausflugsboot lebt sie weiter – aber eben nicht als Linie. Wer heute mit der Zille fahren will, bucht eine Fahrt bei einem Zillenfahrer, so wie man einen Platz in einem kleinen Boot mit Kapitän mietet. Es gibt keinen Fahrplan, keine Anlegestelle mit Abfahrtstafel und keinen Ticketschalter. Die grösste Dichte an solchen Angeboten hat die Wachau, und dort vor allem Spitz an der Donau. Ahoi Wachau fährt ab dem Hafen Spitz die klassische Runde nach Dürnstein und zurück, rund zwei Stunden lang, und rechnet als einziger der hier geprüften Betriebe pro Person: ab vier Personen € 80, ab sechs € 70, ab acht € 60. Der zweite Betrieb in Spitz, Hartl, startet in der Rollfährestraße und verrechnet dieselbe Runde pauschal pro Zille – € 350 für bis zu fünf Fahrgäste, € 50 für jeden weiteren, maximal neun Personen, Dauer rund zweieinhalb Stunden. Ein paar Kilometer flussab, in Weißenkirchen, fährt die Wachau-Zille der Heurigen Mang: Charterfahrten von Ende März bis Ende Oktober, maximal elf Personen, ein Wachauer Laberl pro Kopf inklusive und Wein zu Ab-Hof-Preisen, Einstieg auf Wunsch auch in Krems, Dürnstein oder Spitz. Ausserhalb der Wachau ist das Angebot dünn. Verlässlich gebucht werden kann die Zillenvermietung Freizell in Hofkirchen im Mühlkreis im oberen Donautal: Mai bis September, Montag bis Samstag zwischen 09:00 und 18:30 Uhr, nur bei Schönwetter, mindestens eine und höchstens zwei Stunden, € 132 pro Stunde und Boot samt Kapitän, buchbar ab zehn Personen. Im Strudengau liess sich am Stichtag kein eigenes Zillenangebot in einer offiziellen Quelle finden – dort fährt statt einer Zille die Donaufähre in Grein Rundfahrten mit einer Holzfähre. Wer eine bestimmte Woche im Blick hat, fragt am besten früh an: Die Boote sind klein, die Termine sind es auch.
  • Seien Sie einige Minuten vor Abfahrt am Anleger.
  • Prüfen Sie vor der Reise stets den aktuellen Fahrplan des Betreibers.
  • Hochwasser und Witterung können den Betrieb einschränken.

Häufige Fragen

Ein flachgebautes Holzboot ohne Kiel, das jahrhundertelang als Arbeits- und Transportboot auf der Donau und ihren Nebenflüssen unterwegs war. Heute wird sie fast nur noch touristisch verwendet: Die Wachauer Betriebe sprechen von „traditionellen Holzzillen“ und fahren damit motorisiert kleine Gruppen. Weil die Zille kaum Tiefgang hat, kommt sie auch bei wenig Wasser gut über die Runden – anders als die grossen Kabinenschiffe.
In offiziellen Quellen belegt sind vier Angebote: Ahoi Wachau und Hartl, beide ab Spitz an der Donau; die Wachau-Zille der Heurigen Mang GmbH ab Weißenkirchen in der Wachau, mit Einstieg gegen Aufpreis auch in Krems, Dürnstein oder Spitz; und die Zillenvermietung Freizell in Hofkirchen im Mühlkreis im oberen Donautal Oberösterreichs. Der Schwerpunkt liegt eindeutig in der Wachau zwischen Spitz und Dürnstein.
Das hängt davon ab, ob pro Person oder pro Boot verrechnet wird. Ahoi Wachau rechnet pro Person: € 80 ab vier, € 70 ab sechs und € 60 ab acht Personen, Mineralwasser inklusive, bezahlt wird nach der Tour. Hartl verrechnet pauschal pro Zille: € 350 für bis zu fünf Fahrgäste plus € 50 für jeden weiteren. Die Zillenvermietung Freizell kostet € 132 pro Stunde und Boot samt Kapitän. Die Wachau-Zille in Weißenkirchen nennt keinen Preis im Netz, dort muss man anfragen.
Nein, und das ist der häufigste Irrtum. Eine Fähre quert den Strom auf einer festen Strecke zu Betriebszeiten, und man zahlt an Bord ein Ticket – etwa bei der Rollfähre Spitz–Arnsdorf oder der Fähre Dürnstein–Rossatz. Eine Zillenfahrt ist eine gebuchte Rundfahrt mit Zillenfahrer: keine Linie, keine Abfahrtszeiten, keine Uferquerung als Zweck. Wer nur ans andere Ufer will, nimmt die Fähre; wer zwei Stunden auf dem Wasser sein will, bucht die Zille.
In der Wachau ist die Standardrunde Spitz–Dürnstein und zurück: rund zwei Stunden bei Ahoi Wachau, rund zweieinhalb Stunden bei Hartl und ebenso bei der Wachau-Zille. Sie führt an den Terrassenweingärten, an Wösendorf, Weißenkirchen und dem Dürnsteiner Stiftsturm vorbei. Im oberen Donautal bucht man bei der Zillenvermietung Freizell stundenweise, mindestens eine und höchstens zwei Stunden.
Reservieren ist Pflicht – ohne Anfrage fährt keine Zille. Ahoi Wachau nimmt Anfragen über das Formular auf ahoiwachau.at, per Mail oder unter +43 664 1540324 entgegen, Hartl unter +43 680 1224636, die Wachau-Zille unter +43 664 9811460, Freizell unter +43 7285 6390. Bei schlechtem Wetter wird abgesagt; Ahoi Wachau verrechnet dafür ausdrücklich keine Stornogebühr, und die Zillenvermietung Freizell fährt von vornherein nur bei Schönwetter.
Wenig, und das bestimmt den Preis. Hartl fährt mit maximal neun Personen pro Zille, die Wachau-Zille mit maximal elf, die Boote in Freizell mit maximal zwölf. Für grössere Gruppen fahren mehrere Zillen gleichzeitig: Hartl setzt bei Bedarf zwei ein, Freizell bis zu drei, und Ahoi Wachau organisiert nach eigenen Angaben Fahrten von vier bis über dreissig Personen.
Ja. In der Wachau sind Charterfahrten laut Donau Niederösterreich von Ende März bis Ende Oktober möglich, im oberen Donautal von Mai bis September, dort Montag bis Samstag zwischen 09:00 und 18:30 Uhr ohne Feiertage. Mitte September ist also überall noch Saison, in Oberösterreich allerdings knapp vor Schluss. Im Winter fährt keine der geprüften Zillen.